Curcuma

Definition und Wirkung von Curcuma
Kategorie
Funktion
Antioxidativ
Antientzündlich
Bedarf
Bei zahlreichen Erkrankungen

Curcuma– Definition & einfach erklärt

Curcuma ist eine aus Südostasien und Indien stammende Pflanzenart. Aufgrund seiner auffallend markanten Färbung wird Curcuma auch Gelbwurz genannt. Curcuma-Pulver wird aus dem Wurzelstock der Pflanze gewonnen und ist für seinen brennenden und harzigen Geschmack bekannt. Seit Jahrtausenden wird die Pflanze bereits von Menschen kultiviert und als Färbemittel, Gewürz- und Heilpflanze eingesetzt.

Curcuma gehört zur Familie der Ingwergewächse und trägt in der Botanik den Namen Curcuma longa.

Wichtige Inhaltsstoffe von Curcuma

Im Rhizom von Curcuma, dem Wurzelstock, sind ätherische Öle, Harze, Curcumin und Curcuminoide enthalten. Es gibt wenige andere Naturstoffe, die in den letzten Jahrzehnten so intensiv erforscht worden sind wie die Curcuminoide, der Wirkstoff von Curcuma.

Funktionen von Curcuma

Antioxidans Wirkt sich antioxidativ auf den Körper aus, in dem es freie Radikale abfängt und so die Körperzellen schützt.
Antiinflammatorisch Senkt Entzündungsmediatoren wie CRP und NFkappaB.
Cholesterinspiegel Ist in der Lage den Cholesterinspiegel zu senken.
Verdauung Curcuma kontrahiert die Gallenblase und fördert die Galle, die zur Verdauung benötigt wird.
Gewicht Verbessert die Fettverdauung und trägt so zu einem gesunden Körpergewicht bei.
Blutzuckerspiegel Reguliert den Blutzuckerspiegel & reduziert das Risiko für das Entstehen von diabetischen Folgeerkrankungen.

Die Besonderheit von Curcuma und seinem Wirkstoff, dem Curcuminoid, ist die einzigartige Kombination aus antioxidativen und antiinflammatorischen Effekten. Das bedeutet, dass Curcuma zum einen ein potentes Antioxidans ist. Es schützt unsere Körperzellen also vor den Schäden, die freie Radikale anrichten können. Zum anderen wirkt Curcuma antientzündlich, es bekämpft Entzündungen im Körper und beschleunigt so den Heilungsprozess. Aus dieser Kombination folgt eine weitreichende Synergie. Von einfachen Verdauungsbeschwerden bis hin zu Krebserkrankungen oder Diabetes mellitus, antioxidative und antiinflammatorische Effekte unterstützten unseren Körper in nahezu jeder Lebenslage.

Einsatz in der Medizin

In Curcuma schlummert enormes therapeutisches Potential. Studien zur Wirksamkeit von Curcuma liegen bereits bei zahlreichen Krankheiten vor:

  • Verdauungsstörungen durch gestörten Gallenfluss
  • Bauchbeschwerden mit Verstopfung
  • Reizdarm-Syndrom
  • Magen-Darm-Geschwüre
  • Krebserkrankungen
  • Rheumatische Erkrankungen
  • Entzündliche Erkrankungen
  • Adipositas mit Folgeerkrankungen wie Arteriosklerose, Diabetes mellitus, Fettstoffwechselstörung

Curcuma ist auch in der Lage die Blut-Hirn-Schranke zu passieren. Diese stellt die Grenze zwischen unserem Blut und dem zentralen Nervensystem dar und ist für viele Stoffe, die nicht ins menschliche Gehirn gelangen sollen unpassierbar. Die Blut-Hirn-Schranke fungiert also als eine Art Barriere, das Innere unseres Gehirns zu schützen. Da Curcuma theoretisch ins Gehirn gelangen könnte, wird aktuell daran geforscht, inwieweit der Naturstoff bei der unterstützenden Therapie von neurodegenerativen Erkrankungen wie Morbus Parkinson und Morbus Alzheimer zum Einsatz kommen könnte.

Schmerzmittel
Es zeigte sich auch, dass die Curcuma-Wirkstoffe sich als ausgezeichnete Schmerzmittel erweisen. Im Bezug auf die Schmerzreduktion und die Gelenkfunktion gelten die Curcuma-Wirkstoffe als mindestens genauso wirksam, wenn nicht sogar effektiver als klassische nicht-steroidale Antirheumatika (NSAR). Bei Arthrose-Patienten konnte beispielsweise festgestellt werden, dass Curcuma gleich wirksam ist wie Ibuprofen.

Wechselwirkungen von Curcuma

Schwangere und stillende Frauen, sowie Patienten mit Gallensteinen sollten generell auf die Einnahme von Curcuma als Nahrungsergänzungsmittel verzichten. Grundsätzlich gilt allerdings, dass bis zu sehr hohen Dosierungen von bis zu 6 Gramm täglich keine negativen Wirkungen festgestellt werden konnten.

Menschen, die isoliertes Curcumin aufnehmen möchten und gleichzeitig Antidiabetika oder Blutverdünner einnehmen, empfehlen wir vorab eine Rücksprache mit ihrem Arzt oder Therapeuten.

Generell sollte die Aufnahme von Curcuma mit fetthaltigen Speisen kombiniert werden, da Curcuma nicht wasser- aber fettlöslich ist.

Definition und Wirkung von Curcuma